Eine Ardennen-Tour.

Das war sie also: die erste und wirklich „richtige“ Auslandsreise für die PuK-Biker. Unser Weg führte uns diesmal in die Ardennen nach Belgien, wo uns neben dem fahrerischen Können auch kulturell einiges (positiv) im Laufe der drei Tage und 950 km abverlangt wurde.

Bereits die Anfahrt wurde zum Abenteuer, galt es für die erste Gruppe die 250 km von Gelsenkirchen nach Vielsalm in unser Hotel non stop bei strömenden Regen zurückzulegen; die anschließende Expedition nach Luxemburg viel dann buchstäblich ins Wasser. Die zweite Gruppe hatte da mehr Glück, die Wolken lichteten sich in der Nähe von Köln und so reiste man trocken und bequem, um dann anschließend auf die etwas neidischen (aber bereits trockenen) Kameraden zu treffen. Nach einem feinen Menü, einigen wenigen Bieren, einem Schnaps für acht (8!) Euro und einer ruhigen Nacht in unserem schönen Hotel hieß es für uns sieben Biker + einer Sozia am Samstag dann auf zur Erkundung unseres „Einsatzraumes“.

Kurzfassung: Wir fuhren durch Regen, Wind und Nebel, über Höhen und durch Tiefen und waren von der Landschaft sehr beeindruckt. Wir sahen die Perle der Ardennen, die Stadt La Roche-en-Ardennes, fuhren mit einem Boot 700 m weit in einer Höhle 80 m unterhalb des Erdbodens (Grottes de Remouchamps) und saßen auf einer Tribüne der Rennstrecke in Spa. Außerdem besuchten wir das Musée de la bataille des Ardennes in La Roche und erfuhren einiges über die Ardennenoffensive der Deutschen Wehrmacht von 1944. Dem Kampf in den Ardennen im WK II kann man sich aufgrund der hohen Anzahl an Exponaten in den vielen Dörfern (jedem Dorf seine Gedenkstätte mit Kanone) nicht wirklich entziehen.

Bleibt zum Schluss noch Dank zu sagen an Marc, der ein super Tourguide war und uns stets zielsicher führte, dem Hotelwirt, der uns eine Runde Acht-Euro-Schnäpse erlies und dem berühmten Wettergott, der ab Samstag für einen Wetterumschwung sorgte und uns von da an mit Sonnenschein bedachte, so dass wir die Ardennen am Sonntag bei herrlichem Wetter wieder Richtung Heimat verließen.

 

ChristianH